Archiv der Kategorie 'fremdgelesen'

fremdgelesen- „Soldat auf Probe“

Über ein „ Jugend-Camp der Bundeswehr in Brannenburg“ berichtet heute(Do 13.08) die Süddeutsche Zeitung. Die Bundeswehr scheint dabei aber oft nicht ihr wahres Gesicht zu zeigen wie zwischen den Zeilen gelesen werden kann: „“Heute geht“s rauf auf den Berg“, sagt Eisheuer und warnt, dass der Aufstieg anstrengend wird. Er spricht zwar mit kräftiger, durchdringender Stimme. Der typische Bundeswehr-Drill kommt jedoch nicht durch. Wenn er keine Tarnkleidung trüge, könnte der Stabsfeldwebel als Sportlehrer durchgehen.“ und auch mit den töten von Menschen und Auslandseinsätzen werden die Jugendlichen scheinbar nicht konfrontiert „ Eine Theoriestunde, in der die Jugendlichen mit Soldaten über Auslandseinsätze beispielsweise in Afghanistan sprechen, steht während der drei Tage aber nicht auf dem Programm. Eisheuer glaubt jedoch, dass die
Die Charaktere welche an solch einem Camp teilnehmen scheinen ganz unterschiedlich zu sein. Der von der SZ beschrieben Christoph, wirkt dabei wie der ein klischeehafter ungebildeter Macho-Proll:“Ein richtiger Soldat brauche schließlich Energie und nicht ein paar wässrige Vitamine. Und was, wenn er bei einem Auslandseinsatz ums Leben kommt? „Pech gehabt“, sagt Christian. Für sein Vaterland würde er auch sterben, oder auch, um das Leben eines Kameraden zu schützen, tönt er. Der leidenden Tamara, die immer wieder anhalten muss, um zu verschnaufen, hilft Christian aber nicht.“
Bei Tamara hingegen wird deutlich wie die Bundeswehr bewusst die Notlage junger Menschen versucht auszunutzen. „Die 18-Jährige ist gelernte Pflegehelferin, nach der Ausbildung bekam sie keinen Job. Weil sie sich vorstellen konnte, Sanitäterin zu werden, hat sie sich für das Bundeswehr-Camp angemeldet.“
Der Artikel „Soldat auf Probe“ ist im Internet kostenlos abrufbar. Er Endet übrigens mit den Worten „Nach den ersten drei Jahren könnte Christian bereits im Ausland eingesetzt werden. Da gelten andere Regeln als auf dem Wendelstein.“. Wie wahr.

Fremdgelesen – Im Durchfahrland – Brennerautobahn

„Über den Brennerpass fahren täglich Tausende Laster und Pkw. Die Anwohner leiden und zweifeln, ob der geplante Tunnel Abhilfe schaffen wird.“ so beginnt ein Artikel von Sebastian Beck in der Süddeutschen Zeitung. Der Artikel „Im Durchfahrland“ zum Thema Brennerautobahn ist unserer Meinung nach, nicht nur für leidgeprüfte Autobahnanwohner, sehr lesenswert.

Fremdgelesen: Kleiner Berg mit viel Magie

„Die Biber ist mit ihrer relativ geringen Höhe für reine Bergwanderer eigentlich nicht der Rede wert. Trotzdem hat dieser kleine Berg so einiges zu bieten.“ so beginnt ein Artikel welcher gestern unter der Überschrift „Kleiner Berg mit viel Magie“ in den Rosenheimer Nachrichten veröffentlicht wurde.

Der Bericht ist unserer Meinung durchaus lesenswert. Anzumerken sein evtl. noch das der Biber auch zum Bouldern (eine Klettersportart) sehr beliebt war, ehe der Eingang 2008 zugemauert wurde Wer mehr über die Geschichte zum Steinbruch (inc. Alter Bilder) wissen möchte findet auf der Seite von Steinbruch Huber weitere Infos.

Und wer noch nie beim Biber war, findet HIER eine Beschreibung für einen ca. 40. Min Wanderung.

Umstrittener Kameradenkreis in Kaserne

„Es ist ein Denkmal, an dem sich die Geister scheiden: das Ehrenmal der Gebirgstruppe auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald. Jedes Jahr zu Pfingsten veranstaltet dort der Verein „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ eine Gedenkfeier. Kritiker sehen darin eine „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern“.“ schreibt 3sat auf seiner Homepage Mit dem Text wurde der Fernsehbericht „Das Schandmal von Mittenwald“ angekündigt. Der Bericht welcher sich sowohl mit den dem umstrittenen Kameradenkreis, als auch mit den Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger auseinandersetzt wurde am Freitag 10.07.09, also einen Tag vor dem Tag der offenen Tür ausgestrahlt.

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Die Brannenburger Bundeswehrführung arbeitet offenbar trotz der zweifelhafte Aktivitäten des umstrittene Vereins mit dem Kameradenkreis zusammen. Am Samstag den 11.07. konnte sich der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ auf jeden Fall mit einem Infostand in der
Karfreit-Kaserne präsentieren.

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Das ovb und die Nachrichtenregeln

Heute erschien auch im ovb ein Artikel zum Tag der offen Tür an der Brannenburger Kaserne. Der Artikel wirkt wie eine Bundeswehrpropagandatext. „Je näher der Tag des Abschieds von den Brannenburger Gebirgspionieren kommt, um so mehr fühlt sich offenbar die Bevölkerung mit den Soldaten verbunden,“ so der Leitsatz des Artikels. Wie der Autor auf diese Aussage kommt ist völlig unklar und unbelegt. Von journalistischen Nachrichtenregeln ,welche die Trennung von Nachricht und Kommentar beinhalten, hat der Verfasser entweder noch nichts gehört oder er bricht sie bewusst. „Ein Kompliment darf den Organisatoren vorweg gemacht werden, denn sie haben es abermals verstanden ihre Darbietungen so zu gestalten, um das vielschichtige Interesse der Besucher, ob jung oder alt, zu wecken.“ ist nur ein Beleg für die tendenziöse und unsachliche Berichterstattung. Dies ist jedoch nicht der erste „Propagandaartikel“ des „Journalisten“ Werner Krämer. In der Pfingstausgabe des ovb schrieb Krämer z.B. einen geschichtsrevisionistischen Artikel unter dem Titel „Stadt mit Panzern und Haubitzen befreit“, in welchem er die rechtsextremen Freikorpskämpfer glorifizierte. Kein Wort fand sich über die antidemokratische und Antisemitische Ausrichtung der Freikorps. Selbst die Tatsache, dass das Freikorps Chiemgau als Kampfeinheit des Freicorps Epp (Der millitante Antisemit Franz Ritter von Epp war als NSDAP-Politiker von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in Bayern) geführt wurde fand keine Erwähnung. Stattdessen nur Hetze gegen die Rätedemokratie welche als „Terrorherrschaft“ bezeichnet wurde. Der Vorsitzende der GEW Rosenheim hat übrigens einen Leserbrief an das ovb gesandt, in welchem er zahlreiche der Falschbehauptungen in Krämers Artikel berichtigt. Der Leserbrief wurde unseres Wissens nach nie abgedruckt.

Fremdgelesen

An dieser Stelle möchten wir auf einige Artikel in der Lokalpresse zu Brannenburg hinweisen. Auf dem Internetportal rosenheim24 findet sich unter der Überschrift „Die Gebirgspioniere laden ein – und alle kommen“ ein einseitiger, völlig unkritischer Bericht (incl. Video) zu dem Tag der offen Tür bei den Gebirgspionieren. Bereits gestern räumte das ovb dem Brigadegeneral Wolfgang Krippl eine ganze Seite Platz für seinen Artikel “Es war ein ganz besonderer Pionierstandort“ ein. Natürlich war auch hier kein kritisches Wort zum Thema Militarisierung zu finden.

Soviel zum Thema ausgewogene Berichterstattung in den Lokalmedien.

Fremdgelesen: Die Karfreitkaserne

Die Zeitschrift „Pressewoche“ hatte eine Artikelserie „Militärbauten im Nationalsozialismus – Die Nazi-Hinterlassenschaften“ Im Teil IV dieser Serie beschäftigt sich Max Schreiber mit dem Brannenburger Nazibau, der Karfreitkaserne. Auch wenn der Artikel zum Teil sehr unkritisch mit dem Thema Militarismus umgeht und einige sehr fragwürdige Stellen hat (nicht Nazideutschlands Kriegsvorbereitungen für den Weltkrieg, sondern eine angebliche Furcht vor einen Vormarsch italienischer Truppen in das Inntal, seien der Grund für den Kasernenbau; keine Auseinandersetzung mit dem Namen Karfreitkaserne) möchten wir auf unserem blog, auf diesen Artikel hinweisen:

http://www.pressewoche.de/furorum-geschichte.article/101158.html




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