Archiv der Kategorie 'Allgemein'

Alles hat ein Ende

Wir geben hiermit das Ende der redaktionellen Arbeit von Brannenburg aktuell bekannt. Auch Kommentare werden nicht mehr frei geschallten. Brannenburg aktuell wir so wie es ist als tote Seite im Netz bleiben damit die bisher geschriebenen Artikel weiterhin allen zugänglich sind. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei unseren Leser_innen (an manchen Tagen über 400) und Unterstützer_innen bedanken.

Und zum Schluss noch der Aufruf an alle sich auch weiterhin kritisch mit seinem Lebensraum auseinander zu setzen und sich für emanzipatorische Ziele einzusetzen. Demokratie lebt vom mitmachen

hier noch einige Seiten weiterhin aktuelle lokale Seiten, welche wir euch zum lesen empfehlen möchten

Kultur im Inntal
Die Kulturgemein.de ist ein offenes Portal für den Bereich Rosenheim/Inntal. Hier können musik-, kultur- und umweltinteressierte Leute mitmachen, ganz einfach selbst Konzerttermine und Beiträge einreichen und sogar ihr eigenes Themengebiet eröffnen!
Kulturgemein.de

Verkehr
kritische Informationen zur A8 und Inntalautobahn gibt es u.a.:
http://a8-buerger-setzen-grenzen.de
http://www.robi-tempolimit.de/
http://www.alpennet.com/inntalgemeinschaft/

In Rosenheim findet jeden letzten Samstag im Monat eine Radldemo, welche sich Critical Mass nennt, statt
http://www.critical-mass-rosenheim.tk/

Sind Gelöbnisse notwendig?

Nachdem die Frage von einer Mutter eines Rekruten, der am kommenden Donnerstag in Brannenburg öffentlich vereidigt werden soll, indirekt aufgeworfen wurde, sei hier darauf verwiesen, dass junge Soldat_innen de facto nicht verplichtet sind, ein Gelöbnis abzulegen. Im Gegensatz zur Situation beim Diensteid, der von Berufssoldat_innen abgelegt werden muss, hat eine Weigerung am Gelöbnis teilzunehmen, lediglich die Folge, dass in der Dienstzeit (also während acht Monaten Grundwehrdienst) keine Beförderung erlangt werden kann (Quelle: Wikipedia).
Dies wird auch in einem Videobericht von nn-online.de über das öffentliche Gelöbnis in Nürnberg herausgestellt:

Dazu thematisch Muss das sein? Öffentliches Gelöbnis in Brannenburg.“

Wintereinbruch am Wendelstein

Der goldene Herbst verabschiedet sich endgültig aus Bayern und auf dem Wendelstein ist der Winter eingebrochen. „Minus 4 Grad heute früh und es soll noch kälter werden droben! Mit einer 10 cm dicken Schneedecke ist der beliebte oberbayerische Aussichtsberg nicht nur „angezuckert“.“ So heißt es heute in einer Pressemeldung der Wendelsteinbahn.

Foto: Claudia Hinz: Das Foto zeigt einen Mitarbeiter der Wetterstation am Wendelstein beim winterlichen Aufstieg zum Bergbahnhof der Wendelstein-Zahnradbahn. Weil die Bahn aufgrund starker Vereisung der Oberleitung nicht mehr weiter kam, ging es gestern für die Angestellten am Berg noch 150 Meter zu Fuß weiter …

100 Tage Bilanz unseres Blogs

Seit fast 15 Wochen oder 31/2 Monaten oder 102 Tagen ist unser blog nun online. Nach einer Faustregel gesehen Journalismus einem neuen (politischen) Amtsinhaber oder einer neuen Regierung 100 Tage Zeit , um sich einzuarbeiten und erste Erfolge vorzuweisen. Danach kommt es zu einer ersten Bewertung der Regierungsleistung (100-Tage-Bilanz). Wir wollen mal eine kurze eigene 100 Tage Bilanz ziehen. In unserer Startphase wurden über 70 Artikel veröffentlicht. Das heißt pro Woche gab es im Schnitt fünf aktuelle Artikel. Auch die Besucher_innenzahlen lassen sich sehen, rund 160 Klicks pro Tag haben wir im Durchschnitt auf unseren blog. Mit diesen fast 5000 Leser_innen im Monat sind wir sicher noch kein Massenmedium, aber die Klicks werden kontinuierlich mehr und es zeigt, dass es doch einige Menschen gibt, die interessiert was wir so schreiben. Eigentlich ein ganz vernünftiger Start oder? (mehr…)

Zwei Tote bei Flugzeugabsturzam Sulzberg

Gestern ist ein Sportflugzeugs des Typs Cessna auf dem rund 1100 Meter hohen Sulzberg bei Brannenburg abgestützt. Dabei sind zwei Menschen gestorben. Laut www.welt.de geht die Polizei geht davon aus,“ dass es sich dabei um den für den Flug registrierten 70-jährigen Piloten und seinen 69 Jahre alten Begleiter aus dem hessischen Odenwaldkreis handelt. Die Absturzursache sei noch völlig unklar“. Der Hessische Rundfunk berichtet „Das Flugzeug war in St. Johann (Tirol) gestartet. Als es nicht wie geplant auf dem Flugplatz Michelstadt eintraf, schlugen die zuständigen Stellen Alarm. Bei der Suchaktion, bei der mehrere Hubschrauber eingesetzt wurden, wurde das Wrack schließlich etwa hundert Meter unterhalb des Gipfelkreuzes entdeckt“ (mehr…)

Karfreit-Kaserne: Verbrechen und Tradition

Auf ihre Karfreit-Kaserne in Brannenburg sind Bundeswehr und Soldaten noch heute stolz: Im einzigen Gebirgspionierstandort der Bundeswehr ist eine Elite-Truppe in landschaftlich schönster Lage stationiert und pflegt ein optimales Verhältnis zur Zivilbevölkerung. Der Name der Kaserne erinnert an unglaubliche militärische Großtaten des deutschen Alpenkorps im Ersten Weltkrieg und an die Leistungen deutscher Gebirgsjäger im Zweiten. Sie ist Stein gewordenes Symbol für den deutsch-österreichischen Sieg über Italien. Die Schließung der Kaserne macht die Soldaten wehmütig und lässt die Zivilbevölkerung wirtschaftliche Probleme erwarten. So jedenfalls stellen es Zeitungen und die Bundeswehr dar.
Diese dicke Schicht reaktionärer Geschichtsverdrehung und militaristischer Lobhudelei soll die Stimmen derjenigen übertönen, die über die Verbrechen der Gebirgstruppe und ihre antidemokratische und kriegsverherrlichende Traditionspflege nicht schweigen wollen. Sie soll sich wie ein Deckel über das Grab legen, in das auch Brannenburger Gebirgsjäger halb Europa im Zweiten Weltkrieg verwandelten. (mehr…)

Von Antworten und Nichtantworten

Ein kleiner Internetblog ist sicher kein Massenmedium. Aber für Artikel braucht es oftmals Hintergrundinformationen und einen faire Berichterstattung, lässt nicht nur eine Meinung zu Wort kommen. Auf unsere Anfragen bekommen wir sehr oft Auskünfte (Auf unsere Interviewanfrage an die Bundestagskandidat_innen antworteten der 9 der 11 Kandidat_innen (FDP, BüSo , REP antworteten nicht), wenn es jedoch zu Kritischen Fragen kommt, antworten manche Institutionen (z.B. Bundeswehr, Stadtjugendring, Kreisjugendring) einfach nicht. (mehr…)

Provokation der Bevölkerung oder Würdigung soldatischer Leistungen? Die Bundestaskandidierenden zum öffentlichen Gelöbnis.

Am 12. November wird die Bundeswehr ein öffentliches Gelöbnis in Brannenburg abhalten. Brannenburg Aktuell hat die Direktkandidat_innen zur Bundestagswahl dazu befragt, wie sie zu diesem Gelöbnis stehen. Viele nahmen dies zum Anlass auch gleich andere militärpolitische Aspekte anzusprechen. So begründet Daniela Raab (CSU) die Sinnhaftigkeit öffentlicher Gelöbnisse mit den wichtigen Aufgaben, die die Soldaten in Deutschland übernähmen. Momentan soll die Bundeswehr aber nur im Katastrophenfall im Inland tätig werden – nachdem dieser nicht gewünscht sein kann, stellt sich die Frage, ob Raab schon den Einsatz der Armee im Inneren herbeisehnt – eine politische Forderung, die so nur von CDU/CSU vertreten wird. Angelika Graf (SPD) will den Einsatz der Bundeswehr als „Friedensarmee“ in Afghanistan durch öffentliche Gelöbnisse gewürdigt wissen. Josef Fortner (ÖDP) war selbst in der Karfreit-Kaserne stationiert und sieht ähnlich wie Florian Weber (BP) das Gelöbnis als unproblematisch an – ganz im Gegensatz zum Kampfeinsatz in Afghanistan. Anna Rutz (Grüne) scheint der Thematik relativ beliebig gegenüber zu stehen. Dabei gab es gerade aus ihrer Partei heftige Kritik am Gelöbnis in München und auch Karl Bär, Direktkandidat Bündnis 90 / Die Grünen im Nachbarwahlkreis Miesbach, nahm neulich an einer Kundgebung gegen ein Gelöbnis in Darching (Valley) teil. Siegfried Pielsticker (RRP) hingegen spricht sich gegen ein öffentliches Gelöbnis aus und fordert, dass Mittel aus dem Rüstungshaushalt für Bildung ausgegeben werden sollten. Walter Mini (Linke) sieht das Gelöbnis gar als Provokation angesichts des seines Erachtens grundgesetzwidriger Einsätze der Bundeswehr im Ausland.

Fazit: Ähnlich wie es sich in der Bevölkerung verhält, scheint auch die Mehrheit der Parteien gegen die Kriegführung der Bundeswehr in Afghanistan zu sein – einzig die größten unter ihnen stehen ausdrücklich dahinter. Ein Gelöbnis hingegen wird von den meisten als unproblematisch empfunden. Interessant erscheint eine Assoziation Fortners, dass Rüstungsausgaben zu Gunsten von Asylpolitik gesenkt werden sollten: So werden „Migrationsströme“ immer wieder als „sicherheitsrelevant“ im Rahmen von NATO Tagungen und Publikationen diskutiert. Mit „Frontex“ wurde durch die EU eine paramilitärische Truppe geschaffen, die Flüchtlinge von der Einreise nach Europa hindern soll [weitere Infos].

Hier die vollständigen Antworten der Direktkandidierenden auf unsere als vorverurteilend kritisierete Frage (mehr…)

Öffentliches Gelöbnis in Darching

Wie Randale & Liebe berichtet, findet am morgigen Donnerstag, den 10.September 09 ein öffentliches Gelöbnis in Darching (Gemeinde Valley) statt, bei dem Rekruten aus der Karfreit Kaserne Gehorsam schwören. Dagegen richtet sich auch eine genehmigte Kundgebung. Öffentliche Gelöbnisse werden immer wieder kritisiert, weil damit die Gesellschaft in militärische Vorgänge involviert und daran gewöhnt werden soll. Sie können auch als eine Machtdemonstration gleich einem Aufmarsch im Inneren verstanden werden. Ihr störungsfreier Ablauf soll in der Regel auch unter Einsatz massiver Gewalt gewährleistet werden.
Morgen ist es aber versammlungsrechtlich möglich, eine ablehnende Haltung auch auf Transparente, Informationsmaterialien und ähnliche Kundgebungsmittel auf einer Gegenkundgebung zum Ausdruck zu bringen. Das Gelöbnis beginnt nach Angaben der Gemeinde Valley um 19 Uhr in Unterdarching an der Eichstraße

Auf der Lokomotive nach Brannenburg

Wer ist beim nächtlichen Fernsehzappen nicht schon mal auf die Endlosbilder aus einer Bahnlokomotive gestoßen? „Deutschlands schönste Zugstrecken“ oder so ähnlich heißt die Sendung im Nachtprogramm, welche für Fans angeblich interessanter als“ Kaminfeuer“ oder „Schafe zählen“ sein soll. Seit vergangenen Mittwoch (12.08.09) sind auf youtube auch Videos von lokale Führerstandsmitfahrt. z.B. von der Strecke
Oberaudorf-Brannenburg

oder .von Brannenburg-Raubling zu finden.

Eingestellt hat die Videos von der Mitfahrt Inntalstrecke der youtubeuser stinkimausfroscherl mit dem Vermerk das es sich bei dem Zug um einen „ ET 425“ handelt.

Spielplatz Krieg

Am Tag der offenen Tür der Karfreit Kaserne in Brannenburg gab es, neben vielen anderen „Attraktionen“ für Groß und Klein, unter anderem auch die Möglichkeit für Kinder Minen zu suchen und mal eine richtige Waffe in der Hand zu halten.
Kinder beim Minensuchen in der Karfreitkaserne
Fern jeglichen Bewusstseins der weltweit verbreiteten „Beziehung“ zwischen Kindern und Minen, sowie Waffen, soll hier die Bundeswehr scheinbar schon bei den Kindern als attraktiv dargestellt werden – ein großes lustiges Spiel fernab jeglicher kriegerischer und tödlicher Folgen und Absichten.
Unabhängig von der Bewertung des Versuchs der positiven Darstellung der Bundeswehr als „normaler“ Arbeitgeber, Spaß- und Freizeitfaktor und „Verteidigungsarmee“ ist das Spiel von Kindern mit Minen und Waffen nicht nur geschmacklos, sondern schlicht widerwärtig. Weltweit befinden sich mehr als 250.000 Kinder als Soldaten im Kriegseinsatz und sind gut zu einem Drittel Opfer von Minen in (ehemaligen) Kriegsgebieten.
Kinder mit Waffen in der Karfreitkaserne

Kinder als bevorzugte Opfer von Landminen
„Nach Angaben der Vereinten Nationen sind über 60 Millionen Landminen in mehr als 70 Ländern dieser Welt verlegt“ (1); von Minen und Blindgängern werden jährlich mehr als 20.000 Menschen verletzt (als ein Beispiel für registrierte tote und verletzte Minenopfer kann das Jahr 2001-2002 betrachtet werden: www.landmine.de/fix/minenopfer.htm). Diese haben gerade bei Kindern verherrende Auswirkungen, die bis zu einem Drittel zu den Opfern von Minen zählen. Da gerade Antipersonenminen darauf ausgerichtet sind Erwachsenen schwere Verletzungen an Extremitäten zuzufügen, bedeutet dies für Kinder oftmals den Tod. Da sie mit ihrer geringeren Körpergröße der Explosion der Mine deutlich näher sind, überleben sie diese seltener; auch führt eine Mine die dazu dienen soll einem Erwachsenen ein Bein wegzureißen bei Kindern leicht zu tödlichen Verletzungen lebenswichtiger innerer Organe. Überleben sie einen Minenunfall ergeben sich weitere spezifische Probleme, da z.B. der Prothesenbau besonders aufwendig ist, aufgrund des schnellen Wachstums der Kinder, weswegen sie alle 6-9 Monate eine neue Prothese brauchen.

„Das Ding sah aus, wie der Plastikdeckel einer Thermoskanne. Es lag am Straßenrand unweit eines Dorfes im Norden Somalias. Auch der von kindlicher Neugier erfüllte Griff nach dem interessanten Objekt war nichts besonderes. Doch dann der grelle Blitz, der ohrenbetäubende Knall, der sonderbare Geruch. – Erst im Krankenhaus von Hargiesa kam der sechsjährige Junge wieder zu sich. Die Explosion der Mine hatte er überlebt – auf beiden Augen erblindet, das Gesicht entstellt, die rechte Hand amputiert und beide Knie durch Schrapnell derart zerstört, daß er seitdem nicht mehr gehen kann“ (2)
Schmetterlingsmine

Ein Problem der Minen ist ihr Aussehen. Für Kinder wirken sie erstmal wie Spielzeug: klein, interessant und bunt, in einer verwirrenden Vielfalt an Farben und Formen, u.a. Jo-Jos oder einer Ananas ähnlich. „Gerade in den Ländern, die gerade einen Krieg hinter sich haben, sind viele Kinder auch nicht zur Schule gegangen. Daher wissen sie nichts von der Gefahr, die auf sie im Boden lauert. Auf die Suche nach Feuerholz, beim Wasser holen oder Vieh hüten geraten sie leicht in vermintes Gelände.“ (3)

Kinder als Soldaten
Weltweit werden etwa 250.000 bis 300.000 Kinder als Soldaten eingesetzt. Aufgrund mangelnder Perspektiven oder durch Zwang werden sie in verschiedenen Ländern zum Kämpfen missbraucht. Historisch betrachtet wurden Kinder bereits im Dreißigjährigen Krieg, in den napoleonischen Kriegen, im amerikanischen Sezessionskrieg, sowie im zweiten Weltkrieg als Luftwaffenhelfer, bei der Wafffen-SS und im Volkssturm eingesetzt. Heutzutage sind Kindersoldaten u.a. in Ländern wie Kolumbien, Burma, Angola, Indien, Afghanistan und Indonesien zu finden (4). Dabei geht es nicht um Belange von Kindern und deren Interessen und Bedürfnissen, anstelle dessen werden die geschlagen, misshandelt und müssen beispielsweise ihre Freunde und andere Kinder töten mit dem Ziel der „Einschüchterung, Erzwingung absoluten Gehorsams und Abstumpfung gegen Grausamkeit.“ (ebd.)
Kindersoldat(5)

Natürlich kann argumentiert werden, dass Kinder nun mal gerne mit Waffen spielen und diese eine gewisse Attraktivität ausüben. Trotzdem bleibt zu hinterfragen, ob dies unterstützt werden muss oder beispielsweise nicht vielmehr Mitbestimmungsfähigkeit und demokratische Teilhabe im Fokus stehen sollten.
Vor diesem Hintergrund kann das Spiel von Kindern mit echten Waffen und das spielerische Suchen von Minen in der brannenburger Kaserne weder als gelungene Unterhaltung der Anwesenden betrachtet werden, noch zeigt sich ein reflektierter Umgang des Militärs mit dessen Materialien, Alltag und ureigenstem Milieu: dem Krieg und damit dem gezielten Töten und Verletzen von Menschen.

Fußnoten:
(1) www.tdh.de/content/themen/weitere/landminen/daten_fakten.htm
(2) www.uni-muenster.de/PeaCon/wuf/wf-98/9820206m.htm
(3) www.helles-koepfchen.de/artikel/749.html
(4) vgl. www.tdh.de/content/themen/weitere/kindersoldaten/daten_und_fakten.htm
(5) images.zeit.de/bilder/2007/45/international/kindersoldat/kindersoldat-artikel.jpg

Breitenberghütte wieder geöffnet

Die Renovierung an der Breitenberghütte der Naturfreunde ist vorbei und die Hütte hat seit Mittwoch wieder geöffnet. Dort ist auch die Himalaja-Ausstellung von von Enst Steiner zu sehen, über welche wir am 02.Juli berichteten.
Die Breitenberghütte (1080 m) auf welcher auch übernachtet werden kann(9 € / 7 € ) ist in einem ca. 45 Minuten Spaziergang von St. Margarethen (bei Brannenburg) aus zu erreichen.
Das Naturfreundehaus hat Mittwoch bis Sonntag geöffnet, Montag und Dienstag sind Ruhetage.

Kontakt

Kontakt zu der Redaktion von Brannenburg aktuell könnt ihr per Mail aufnehmen:
brannenburg.blogsport.de(at)web.de

Über Zuschriften, Artikelvorschläge, Pressemitteilungen und Fanpost freuen wir uns.

Leser_innenbriefe bitte als Kommentare posten.

Kriegspropaganda als Abschiedsshow?

Noch ist die Branneburger Karfreitkaserne, Sitz des Gebirgspionierbataillons 8. Der Standort wird jedoch im Zuge der Bundeswehrreform bis 2010 aufgelöst und das Gebirgspionierbataillon nach Ingolstadt verlegt. Drei Jahrelang hat der Bund dort an der Kaserne gebaut und dafür 130 Milionen Euro ausgegeben (Quelle: Augsburger Allgemeine) Für die Entscheidung zugunsten von Ingolstadt soll u.a. Horst Seehofer, welcher damals noch Bundestagsabgeordneter für Ingolstadt war, einer der bedeutenden Strippenzieher gewesen sein.

Wer die von den Nazis erbaute Kaserne noch einmal von innen sehen will, ehe die Soldaten abziehen hat am kommenden Samstag (11.07.09) noch einmal Gelegenheit. Unter dem Motto „mia sogń pfiad‘ eich!“laden Die Gebirgspioniere laden zu einem letzten Tag der offenen Tür. Offizielle Begrüßung durch den Bataillonskommandeur Herrn Oberstleutnant Gumprich wird um 9:15 Uhr sein. Laut Ankündigung der Bundeswehr sollen mit „Vorführungen aus Einsatz & Ausbildung, Fähigkeitsprofil der Pioniere, Ausstellungen, Vorträgen, Biergarten, Kinderprogramm und vieles mehr.“ Besucher_innen angelockt werden. Bilder von Tag der offenen Tür.2006 gibt es übrigens HIER
Antimilitarist_innen aus München kritisieren solche öffentliche Auftritte der Bundeswehr (wie Gelöbnisse oder auch den Tage der offenen Tür) als „Werben füs Sterben“ . Auch für die Informationsstelle Militarisierung (imi) ist ein solches öffentliches Auftreten ein „Kampf an der Heimatfront“ 2009 veröffentlichte die imi eine Studie welche sich näher mit dem „ Kampf um die „Hearts & Minds“ der deutschen Bevölkerung und um neue RekrutInnen für weltweite Militärinterventionen “ befasst. Wörtlich heißt es unter dem Punkt Bundeswehr auf Nachwuchs und Stimmungsfang: „ Die Bundeswehr zeichnet sich bei ihren Reklameeinsätzen vor allem durch ihr unverschämtes Verhalten aus. Absichtlich werden Minderjährige umworben und ihnen ein unkritisches Bild von der Armee präsentiert. Über Sport- und Abenteuerveranstaltungen werden die jungen Menschen für die Bundeswehr begeistert, um später an der Waffe zu dienen. Währenddessen wird auch bei älteren Menschen um Sympathien geworben. Nicht nur in Afghanistan tobt der Kampf um die „hearts & minds“
der Bevölkerung – wie es im Militärjargon heißt“
(Seite 5).

Als die Bundeswehr vor wenigen Wochen in Rosenheim an einer Berufsschule eine Werbeaktion durchführte kam es auch dort zu Protesten (Berichte bei indymedia, RFO, ovb). Für den Tag der offenen Türe sind laut der Homepage des Rosenheimer Friedensbündnis jedoch keine Protestaktionen geplant.

das ver.di haus in Brannenburg wurde 95

Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg (ehem. Postgewerkschaft) feiert Ende Mai seinen 95. Geburtstag. Nachträglich gratuliert auch „Brannenburg aktuell“ und verweist auf Bericht in der Lokalpresse welche über die Geschichte des gewerkschaftlichen Bildungszentrum berichten:

Echo: Seit 95 Jahren auf der Höhe des Wissens


Rosenheimer Nachrichten: „Erhaltet dieses Haus”

Bilder zum Festabend zu 95 Jahre Haus Brannenburg und eine Zeittafel gibt es HIER

Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, das im Haus Brannenburg nicht nur gewerkschaftliche Fortbildungen stattfinden, sondern auch Seminare von allgemeinen gesellschaftlichen Interesse.
„Wie kommt der Hunger in die Welt? -Die globale Ernährungssituation“ und „Die Klimarevolution – Ökologische und ökonomische Aspekte der globalen Energieversorgung“ sind zwei interessant klingende Titel von Seminaren welche in der Bildungseinrichtung stattfinden und noch nicht ausgebucht sind.

die Homepgae des Bildungszentrum lautet übrigens: http://www.haus-brannenburg.de

Himalaja am Breitenberg

Der Himalaja ist ein Gebirgssystem in Asien, nördlich des indischen Subkontinents und südlich des Tibetischen Hochlands. Das höchste Gebirge unseres Planeten wird nicht nur von einem Netz wichtiger Wasserscheiden überzogen, sondern ist auch eine der deutlichsten und stabilsten Kulturscheiden der Welt. Schon immer hat es dafür gesorgt, dass Indien sich erstaunlich ungestört von außen entwickeln konnte. Weil er sich dem Monsun entgegenstellt und ihn zum Abregnen zwingt, erzeugt der Himalaya darüber hinaus vor allem im nordöstlichen Indien das für die dortigen Lebensverhältnisse so entscheidende jährlich wiederkehrende einzigartige Regenhoch.
Über die Mensche, die rund um die 14 Achttausendern leben gibt es nun auf der Breitenberghütte (bei Brannenburg) eine Fotoausstellung. Die Fotos von Enst Steiner zeigen Menschen aus verschiedenen Regionen des Himalajas zeigt, so zum Beispiel aus Nepal, Bhutan und Ladakh. Menschen welche, geprägt in Jahrtausenden von Naturgewalten, in Kargheit leben.
Der Fotograph Ernst Steiner führte seit 1985 als Reiseleiter zahlreiche Reisen und Trekkingtouren durch fast alle Regionen des Himalajas begleitete. Die Kamera war dabei sein unverzichtbarer Begleiter und dem entsprechend ist seine Ausbeute an Photos. Der in Rosenheim lebende Photograh ist normal für Analoge Panoramafotografie bekann, im „Verlag Edition Panorama“ erschienen mehrere Bücher und Kalender von ihm (z.B. India Panorama, Kashmir & Ladakh Panorama, Nepal Panorama ), doch auch seine Menschenbilder wissen zu überzeugen.
Die Ausstellung ist noch bis September in der Breitenberghütte der Rosenheimer Naturfreunde zusehen (Ruhetage: Montag und Dienstag). Diese ist in einem leichten ca. einstündigen Fußmarsch von St. Margareten bei Brannenburg zu erreichen.

update: Das Naturfreundehaus «Breitenberghütte» ist vom 1. bis 28. Juli wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen. [Danke für den Hinweis]

Es ist angerichtet: Tafel bald auch in Brannenburg!

„In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss, und dennoch haben nicht alle Menschen ihr täglich Brot. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich: Sie sammeln „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, und geben diese an Bedürftige weiter“ so schreibt der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. auf seiner Homepage. In Deutschland gibt es derzeit rund 800 solcher gemeinnützige Vereine Ihr Ziel ist, überschüssige aber verzehrfähige Lebensmittel im Handel und bei Herstellern einzusammeln und diese unentgeltlich oder zu einem symbolischen Betrag an bedürftige Menschen weiterzugeben. Ab voraussichtlich Ende Juli soll es nun, auf Initiative von Pfarrer Bernhard Bielasik und Benno Steinbrecher, auch in Brannenburg eine sog. Tafel geben. Ausgabetag soll der Mittwoch sein. Um an der Brannenburger Tafel Lebensmittel zu erhalten, muss mensch sich einen Nachweis der Bedürftigkeit im Pfarrbüro, Kirchenstr. 26, ausstellen lassen. Nachweis sind der Leistungsbescheid für ALG II oder die Grundsicherung, sowie andere Unterlagen, die kennzeichnen, dass eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Die Brannenburger Tafel würde sich nach Angaben des ovb über Unterstützung von Spenderfirmen und ehrenamtliche Helfer_innen freuen. (Kontakt Zur Brannenburger Tafel: http://www.pv-degerndorf-brannenburg.de)
Die „Tafelbewegung“ wird jedoch auch von vielen kritisiert, das Spektrum der Kritiker_innen reicht dabei von Sozialisten bis zur Caritas. Hauptkritikpunkt ist dabei, dass die Tafeln zwar versuchen die Armut zu lindern, nicht aber ihre Ursachen zu bekämpfen

Allgemeine Infos zu den Tafel gibt es auf: http://www.tafel.de.. Einen Artikel zur Kritik an der Verselbständigung der Tafel-Bewegung gibt es bei Telepolis

blog geht online

Hier entsteht ein Blog über Brannenburg im Inntal. Wir werden uns u.a. mit der örtlichen Karfreit-Kaserne beschäftigen.




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