„Leute wie der Angeklagte werden bei der Bundeswehr an der Waffe ausgebildet. Mir ist nicht wohl dabei.“

Ein 18-jähriger Pionier in der Karfreit-Kaserne in Brannenburg muss sich derzeit vor der Traunsteiner Jugendkammer wegen einer Messerattacke gegen seinen 35 Jahre alten Zugführer verantworten. http://www.chiemgau-online.de berichtet in dem Artikel „Urteil erst am Freitag“ von der Verhandlung.
Der Tathergang wird dort wie folgt beschrieben:

„ Der 18-Jährige hätte gemäß lautstarkem Befehl stehen bleiben müssen, ging aber trotzdem in seine Stube, um Block und Bleistift abzulegen. Plötzlich stürmte er auf den Zugführer mit dem Dienstklappmesser zu, das, an einer langen Schnur angebunden, in der Beintasche seiner Hose steckte und rief: „Jetzt reicht’s!“
Laut Anklage von Staatsanwalt Bernd Magiera hielt der Pionier die Waffe hoch erhoben und zielgerichtet gegen den Hals-Kopf-Brust-Bereich des Vorgesetzten. Mehrere Zeugen bestätigten dies, der 18-Jährige wies dies allerdings zurück. Er habe das Messer nur in Hüfthöhe gehalten und keine Ausholbewegung gemacht. Er habe den Vorgesetzten nur bedrohen wollen. Der 35-Jährige konnte das Messer mit dem Arm abblocken. Der Angeklagte wurde überwältigt und brach weinend zusammen. Was ihn zu der Attacke bewogen hatte, blieb am ersten Prozesstag offen. Im Raum steht: Er wollte unehrenhaft aus der Bundeswehr entlassen werden..“

in dem Artikel wird Bernd Rudolph, der Anwalt des Angeklagten mit den Worten:

„Leute wie der Angeklagte werden bei der Bundeswehr an der Waffe ausgebildet. Mir ist nicht wohl dabei.“

zitiert. Ein Urteil in dem Fall wird wohl am Freitag gefällt, den ganzen Artikel gibt es hier zu lesen:
http://www.chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Urteil-erst-am-Freitag-_arid,105881.html





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