Archiv für November 2009

Ein bischen Protest

Hier ein kurzer Vorabbericht zum gestrigen Gelöbnis in Brannenburg, diese Meldung wird in Kürze durch einen „echten“ Bericht ersetzt.
Das Gelöbnis verlief fast störungsfrei +++ rund 800 Besucher_innen +++ das Friedensbündnis verteilte Flugblätter an die Gelöbnisbesucher_innen +++ Bundeswehrredner erwähnte Flugblatt +++ potentielle Gegendemonstrant_innen wurden wegen Kleinigkeiten (z.B. Klatschen) abgeführt +++ als Antimiltaristen ein Transparent entrollen wollten wurden sie innerhalb kürzester Zeit brutal von der Miltärpolizei entfernt +++ Nach dem Gelöbnis gab es ein spontane Protestkundgebung vor der Karfreit-Kaserne gegen den Zapfenstreich.

Spontankundgebung gegen Zapfenstreich
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Nun auch noch Zapfenstreich

Heute findet in Brannenburg das viel kritisierte öffentliche Gelöbnis statt. Das von Kritiken als „Werben fürs sterben“ bezeichnete Event soll um 17:00 Uhr an der Freizeitanlage beim Talbahnhof der Zahnradbahn (Sudelfeldstr. 104 – Karte) beginnen. Eine Gegendemonstration ist unseres Wissens nach nicht angemeldet, jedoch schreibt die Infogruppe Rosenheim in ihrem „Infomail“:

„Die Gewerkschaft ver.di hat anlässlich des Gelöbnisses in München dazu aufgerufen „eine kritische Öffentlichkeit herzustellen“ – diesen Aufruf möchten wir uns anschließen. Wer die Öffentlichkeit sucht – muss sie ertragen.“

[2] Wie vor kurzem bekannt wurde ist damit aber nicht genug der Militärpropaganda. Um 19:30 Uhr soll der „Standort Brannenburg mit einem „Großen Zapfenstreich“ (…) eine letzte militärische Ehre“ [1] erhalten. Der Große Zapfenstreich ist laut wikipedia „eine feierliche, am Abend abgehaltene Militärzeremonie mit Streitkräften und Musik. Er ist das höchste militärische Zeremoniell der Bundeswehr.“ Laut der freien Enzyklopädie gibt es aber immer wieder Forderungen, den Großen Zapfenstreich abzuschaffen

. „ Der bekannte SPD-Politiker Hans Koschnick bezeichnete ihn als „vordemokratisch“ und „nicht mehr zeitgemäß“. 1996 scheiterten PDS und Bündnis 90/Die Grünen im Petitionsausschuss des Bundestages mit ihrer Forderung, die Aufführung des Zapfenstreichs oder mindestens die religiösen Riten darin zu verbieten.Auch antimilitaristische und pazifistische Gruppen stellen sich ebenso gegen diese Zeremonie wie gegen öffentliche Gelöbnisse.“

[3]. (mehr…)

„Leute wie der Angeklagte werden bei der Bundeswehr an der Waffe ausgebildet. Mir ist nicht wohl dabei.“

Ein 18-jähriger Pionier in der Karfreit-Kaserne in Brannenburg muss sich derzeit vor der Traunsteiner Jugendkammer wegen einer Messerattacke gegen seinen 35 Jahre alten Zugführer verantworten. http://www.chiemgau-online.de berichtet in dem Artikel „Urteil erst am Freitag“ von der Verhandlung. (mehr…)

Sind Gelöbnisse notwendig?

Nachdem die Frage von einer Mutter eines Rekruten, der am kommenden Donnerstag in Brannenburg öffentlich vereidigt werden soll, indirekt aufgeworfen wurde, sei hier darauf verwiesen, dass junge Soldat_innen de facto nicht verplichtet sind, ein Gelöbnis abzulegen. Im Gegensatz zur Situation beim Diensteid, der von Berufssoldat_innen abgelegt werden muss, hat eine Weigerung am Gelöbnis teilzunehmen, lediglich die Folge, dass in der Dienstzeit (also während acht Monaten Grundwehrdienst) keine Beförderung erlangt werden kann (Quelle: Wikipedia).
Dies wird auch in einem Videobericht von nn-online.de über das öffentliche Gelöbnis in Nürnberg herausgestellt:

Dazu thematisch Muss das sein? Öffentliches Gelöbnis in Brannenburg.“

Jahresausstellung der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg

Zum 10jährigen Bestehen der Neuen Künstlerkolonie Brannenburg findet derzeit im Pfarrzentrum Degerndorf die Jahresaustellung statt. Die 43 Küstler_innen präsentieren ein breites Spektum an Werken und Materialien und Stielarten: Zeichnungen, Malerei, digitale und analoge Fotografie, Textilgestaltung aber auch Keramik, Bronzeplastiken, Holz- und Steinskulpturen. Die Ausstellugn ist, bei freien Eintritt,noch bis heute abend (18:00 Uhr) zu besichtigen. (mehr…)




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