Neonazis im Inntal

http://www.bayern-gegen-rechtsextremismus.de so lautet die Domain einer neuen Homepage der Bayerischen Staaatsregierung [1]. Das „Informationsportal“ bietet im Gegensatz zu www.aida-archiv.de [2] nur rudimentäre Informationen geht aber auch auf unsere Region ein. Unter der Roubrik „Neonazis / Skinheads“ schreibt die Internetseite über die „Legion Inntal“:

Die Skinheadgruppierung „Legion Inntal“ wurde im Jahr 2005 im Raum Oberaudorf gegründet. Sie besteht derzeit aus etwa 15 Personen. Nach außen tritt die Gruppierung kaum an die Öffentlichkeit. Dagegen veranstalten deren Angehörige Feste auf privatem Grund in der Region Oberaudorf.


Während die „legion Inntal“ schon lange bekannt ist, (u.a. durch eine Pressemitteilung des Ak Antifaschismus Rosenheim“ wird auf der Internetplattform auch über die „Kolbermoor City Skins“ berichtet, welcher noch nicht bekannt waren. Wörtlich heitß es auf der Seite:

Die Skinhead-Szene “Kolbermoor City Skins” (KCS) wurde Ende 2007 / Anfang 2008 größtenteils von Skinheads aus der Region Rosenheim gegründet. Ihr gehören etwa 15 bis 20 Personen an. Die Aktivisten, die als Erkennungszeichen weiße T-Shirts mit blauem Aufdruck „KCS“ tragen, führen gelegentlich interne Treffen in einer Gaststätte durch. Die Gruppe verfügt über Kontakte zu Rechtsextremisten in Rosenheim.

Im folgenden dokumentieren wir eine Pressemitteilung des AK Antifaschismus Rosenheim vom 13.09.05:

Gewalt nach Eishockey
Rechte Schlläger verprügeln Jugendlliche

Rosenheim – Wie erst jetzt bekannt wurde, kam es am Freitag vor einer Woche (02.09.05),
nach dem Eishockeyspiel Rosenheim gegen Landshut, zu einem brutalen Übergriff rechter
Eishockeyfans auf Jugendliche aus dem Landkreis Rosenheim.
Die Täter, welche Kleidungsutensilien mit der Aufschrift „Scenario Rosenheim“ trugen, verletzten
mindestens 3 Personen. Eine Gruppe von ca. 8 „Eishockeyfans“ lauerte den Jugendlichen
im Bereich der Kufsteinerstraße auf und griffen sie mit den Worten „Jetzt geht`s los,
wir dreschen Euch tot“ an.
Die Opfer im Alter von 15 bis 19 Jahren wurden äußerst brutal verprügelt. So traten die
rechten Schläger unter anderem mit Stahlkappenstiefeln gegen den Kopf eines regungslos
am Boden liegenden Opfers. Dieser – ein 17 Jähriger – erlitt ein Schädeltrauma, drei seiner
Schneidezähne wurden abgebrochen.
Das Motiv ist offensichtlich das extrem rechte Gedankengut der Täter. Die der Punkszene
nahestehenden Opfer passten nicht in das beschränkte Weltbild der Schläger. Teile des
„Fanclubs“ sind wahrscheinlich für das Grölen von Naziparolen im Eisstadion verantwortlich
und stehen in enger Verbindung mit der rassistischen Organisation „Legion Inntal“.
Derartige Übergriffe wie am 02.09.05 sind in Rosenheim keine Ausnahme. Eines der Opfer
berichtete, bereits eine Woche zuvor schon einmal von Mitgliedern des Eishockeyfanclubs
„Scenario Rosenheim“ verprügelt worden zu sein. Michael Kurz, Sprecher des Arbeitskreis
Antifaschismus, appelliert an die Zivilcourage: „Alle Demokraten – insbesondere unter den
Rosenheimer Eishockeyfans – sind aufgerufen rechten Aktivitäten entschlossen entgegenzutreten.
Wer weghört, wenn rechte Parolen skandiert werden, oder wegsieht, wenn Menschen
von Faschisten angegriffen werden, macht sich mitverantwortlich!“

[ 1] Das Informationsportal ist eine Kooperation der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit im Staatsministerium für Unterricht und Kultus und der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus des Staatsministeriums des Innern beim Landesamt für Verfassungsschutz.
[2] a.i.d.a. recherchiere kleinteiliger und ist aktueller.





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