Josef Fortner: Auch bei Verkehrsvermeidung ansetzen!

Es ist noch gut eine Woche zur Wahl – sicherlich steigen Spannung und Arbeitsbelastung auch für die Damen und Herren, die sich Ihnen auf Brannenburg Aktuell in den letzten beiden Wochen vorgestellt haben. Heute schließen wir die Serie mit Josef Fortner von der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) ab – aber nicht ganz! Lesen Sie in der kommenden Woche unsere Auswertung…

A) STECKBRIEF

Name, Vorname: Fortner Josef
Partei: ÖDP Ökologisch Demokratische Partei
Geburtsdatum: 01.10 1960
Geburtsort: Schloßberg /Rosenheim
Wohnort: Achenmühle, Am Weiher 15
Erlernter Beruf: Solar- und Heizungsingenieur
Derzeit ausgeübter Beruf: Projektüberwachung für Solar-, Heizungs- und
Lüftungsanlagen und auch für Biogas im staatlichen Bauamt

Josef Fortner - Quelle: oedp-oberbayern.de
Quelle: Homepage der ÖDP Oberbayern


Hobbys: Radfahren, Tischtennis
In meiner Freizeit würde ich nie: Computer Spiele
Ich bin Mitglied in folgenden Vereinen, Gruppen etc.:

  • Rosenheimer Solarförderverein (2.Vorstand)
  • SV Prutting Tischtennis -aktiv-
  • Bund Naturschutz in Bayern Ortsgruppe Samerberg-Frasdorf-Rohrdorf (dazu: am 18.9. eine Radtour ab 14 Uhr von Rohrdorf nach Bernau)
  • Veteranenverein Höhenmoos
  • Bürgerinitiative Tempolimit auf der A8 zwischen Rohrdorf und Bernau/Felden
  • Bürgerinitiative Intelligenter Ausbau A8 Rohrdorf -Bernau 1. Sprecher

Meine Lieblingsfernsehsendung:

    ich sehe aus Zeitgründen keine Serien wegen Familie, Beruf und Freizeitaktivitiäten, Tatort finde ich ziemlich reell oder verschiedene Dokumentationen.

Bestes Buch das ich gelesen habe:

    Zukunftsfähiges Deutschland von BUND und
    Misereor von 1996 nach Spiegel könnte es die grüne Bibel und in meinen
    Augen ist es die grüne Bibel der Jahrtausendwende. Das weiter-schneller-mehr
    wird da hinterfragt und zeigt auf wie ein Industrieland zukunftsfähig leben
    und wirtschaften könne.

Das letzte Buch welches ich gelesen habe:

    In meinem diesjährigen Urlaub an der Ostsee stöberte ich bei einem Flohmarkt zufällig die Autobiographie des Greenpeace Gründers David McTaggart und so hatte ich meine Strandlektüre.

Folgende Zeitungen, Zeitschriften habe ich abonniert:

  • Oberbayerisches Volksblatt,
  • fairkehr von VCD
  • Natur+Umwelt das BUND Magazin in Bayern
  • Ökologie Politik
  • andere Zeitschriften kaufe ich mir sporadisch oder lese sie von Freunden, da ich sonst zuviel Papier anhäufe. (z.B. Photon, Spiegel, Wochenblatt BBV,….)

Folgende Musik gefällt mir:

    Eigentlich alles quer Beet, ich kenne leider meist die Interpreten nicht. Die Musik meiner Jugendjahre (AC/DC, ABBA, ..) ist aber
    teilweise immer noch da.
    Peter Maffay – über 7 Brücken muß du gehen, irgendwie vereint es Deutschland da es ein Song der Ostgruppe Karat war und vor der Wende beiderseits ein Hit.
    Xavier Naidoo,..
    Daneben singe ich im Weihnachstchor des Bauamts als Tenor mit.

Eine tolle Inernetseite, welche ich weiter empfehlen würde: rosolar.de
Meine Homepage: robi-tempolimit.de
Zu Brannenburg fällt mir spontan folgende drei Stichworte ein:

    Karfreit Kaserne – da leistete ich Grundwehrdienst 80/81 und vom
    Staatlichen Bauamt bin der zuständige Bearbeiter für HLS seit 1992. Ich verstehe die Menschen vor Ort, die durch die Standortauflösung betroffen sind. Von meiner Sicht wurden Entwicklungsmöglichkeiten versäumt oder durch die Politik nicht rechtzeitig vertreten (in Konkurrenz zu anderen Kasernen).
    Wendelstein – Soin Hütte: Ein anspruchsvoller Berg zu Fuß aber auch mit Bergbahnen für Tourismus toll erschlossen. Die Soin-Hütte bleibt bei der Bundeswehr für Ausbildungszwecke und die Hütte ist in mehreren Maßnahmen bautechnisch, sanitär- und heizungstechnisch auf neuestem Stand.
    Inntal: Ein Tourismusort der im Gebirge liegt aber auch durch Bahn und
    Autobahn belastet ist. Hier sollte nachhaltig also, daß nicht mehr verbrauch oder belastet wird entwickelt werden.

Meine nächsten Wahlkampfveranstaltungen in der Nähe von Brannenburg:

    noch nicht vorgesehen, aber man könnte mich durchaus einladen zu einer
    Vorstellung.

B) Partei:

Seit wann sind Sie Mitglied ihrer Partei? 2003
Warum sind Sie damals genau in diese Partei eingetreten:

    Weil meine Vorstellung zu Umwelt und Natur aber auch im sozialem Bereich damit die höchste Übereinstimmung hatte und immer noch hat.

Was sehen Sie an den Inhalten ihrer eigenen Partei negativ?

    Ich habe mit dem Programm mindestens 80% Übereinstimmung und wo ich Änderungen will kann ich persönlich oder mit dem Kreisverband jährlich Anträge einbringen, was gerade beim bayerischen Kurz-Programm für 2008 mit 18 Änderungsanträgen allein von unserem Kreisverband sehr gut in den Landesparteitag eingeflossen ist.

Gibt es einen Ortsverein ihrer Partei in Brannenburg, wenn ja wieviele Mitglieder hat dieser?

    Es gibt einen Inntal- Verband als Teilkreis-Verband

Wieviele Mitglieder hat ihre Partei in Stadt und Landkreis Rosenheim?

    So etwa 130.

Veranstaltet ihre Partei in der Region auch für Nichtmitglieder zugängliche, regelmäßige offene Treffen, Stammtische oder ähnliches? Wenn ja wann und wo?

    ja – verschieden

C) Interview (Politik):

Warum kandidieren Sie den Bundestag?

    Zum einen weil ich von der Partei mehrheitlich gewählt wurde und auch von über 240 Unterstützern dazu vorgeschlagen wurde.
    Ich beschäftige mich seit über 12 Jahren mit den Themen erneuerbare Energie, Umwelt und Verkehr in verschiedenen Vereinen und wir und auch ich Lösungsmöglichkeiten zu lokalen Themen erarbeitet haben. Meine Berufserfahrung in Heizung – und Solartechnik wie auch die damit verbundenen ergebnisorientierten Besprechung mit verschiedensten Teampartnern, die Berücksichtigung der verschiedensten sich ändernden Normen und das Schließen von Kompromissen wären auch in der Politik nütze. So glaube ich könnte durchaus im Bundestag ein notwendiges Teil sein.

Wenn Sie einen Sitz im Bundestag erreichen, in welchem Ausschuss möchten Sie mitarbeiten und warum?

    Energie, Umwelt oder Verkehr – weil ich mich damit beruflich, innerparteilich oder ehrenamtlich beschäftige.

Warum sollen BürgerInnen aus Brannenburg Sie wählen, was würden Sie im Bundestag erreichen wollen, was speziell Brannenburg betrifft?

    Weil ich mit Brannenburg seit über 25 Jahren zu tun habe und ich auch
    Menschen persönlich kenne.
    Für die Karfreit Kaserne sollte es schon eine passende Umwandlung geben.
    Eventuell könnte es auch im Zusammenhang mit Tourismus oder Abenteuerurlaub
    eine Entwicklung geben.
    Durch Verwandtschaften, Arbeit, Sport, Ehrenämter und Umzug bei Heirat im
    Landkreis bin ich multikommunal und habe deshalb auf meiner Visitenkarte:
    in Rohrdorf zuhause und im Landkreis dahoam.
    Heimat soll man pflegen, erhalten und bewahren.

Die Inntalautobahn sorgt in der Region immer wieder für Diskussionen (Stichpunkte: Lärmschutz, zusätzliche Fahrspuren, Anwohnerbelastung, LKW Fahrverbot, Brenner-Tunnel). Sollte Ihrer Meinung nach an dem Istzustand etwas geändert werden und wenn was?

    Ich wohne selbst im Nahbereich der A8 und habe dazu 2 Bürgerinitiativen gestartet – Tempolimit und Intelligenter Ausbau.
    Thema Autobahn : Lärmschutz – günstigste Variante ist ein Tempolimit auf dieser Strecke die Oberaudorfer können das durch ihre Beschränkung während der Bauzeit sehr wohl bestätigen. dann wäre weniger Lärm, Abgas und Feinstaubemission vorhanden. Die Tiroler machen es mit ihrem IGLuft vor. Das Inntal ist verkehrlich hoch belastet und die Verkehrspolitik sollte auch bei Verkehrsvermeidung, und -verlagerung ansetzen. Thema Maut würde wohl auch unsinnige Fahrten unwirtschaftlich werden lassen.

Brannenburg als Luftkurort ist ein beliebtes Ferienziel. Tourismus hat aber auch Nachteil. Sollte ihrer Meinung nach der Tourismus gefördert werden und wenn wie?

    Tourismus ja – aber als sanfter Tourismus – das bedeutet nicht mehr
    technische Ausbauten, sondern die vorhandene Natur und Umwelt den Gästen zeigen und erschliessen. Gäste sollten mit öffentlichen Verkehrsmittel anreisen aber auch günstige Angebote für Fahrten innerhalb des Landkreises bekommen. Ich habe dazu Erfahrungen von Urlauben mit der Familie am Bodensee oder im Sauerland wo für die Familien es sehr günstige Angebote gab das Auto stehen zu lassen. Dazu könnte man lokale und regionale Eigenheiten vorstellen. Die Gäste wären integriert und hätten kurze Wege . usw.

Brannenburg Aktuell:Am 12.11.09 findet in Brannenburg ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr statt. Als ein solches (von Kritikern_innen als „vordemokratisches Ritual“ bezeichnetes) Gelöbnis vor wenigen Wochen in München stattfand, gab es große Proteste. „Den Hippokratischen Eid schwören die Medizinstudenten nicht auf dem Marienplatz, sondern in der Uni“ meinte der Regisseur Michael Verhoeven und die Gewerkschaft ver.di befürchtet, dass „die Bevölkerung an das Auftreten der Bundeswehr in der Öffentlichkeit und letztlich an den Einsatz militärischer Mittel zu gewöhnt werden soll“. Wie stehen Sie zu einen solchen öffentlichen Militärspektakel, welches oft auch wegen „Steuergeld verschwendung“ kritisiert wird?

    Ich bin selbst Grundwehrdienstleistender gewesen und damals fanden die Gelöbnisse, die damals quartalweise anfielen, im Wechsel in umliegenden Orten oder auch auf dem Exerzierplatz statt und kostet eigentlich das Gleiche. Es sollte aber nicht mehr Aufwand gemacht werden und auch keine Ehrengäste salutiert werden, da die Soldaten nur dem Volk dienen und alle Bürger gleich verteidigen. Dem Gelöbnis kann man durchaus beiwohnen. Schlimmer finde ich eigentlich die Entwicklung, daß der Sinn zur Verteidigung der Bundesrepublik immer mehr ausgehöhlt wird und das Militär zu immer mehr Kampfeinsätzen im Ausland herangezogen wird.
    So ist nach 8 Jahren Afghanistan immer noch kein Ende des Militäreinsatzes in Sicht. Ich stelle mir die Zukunft vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte, den guten Erfahrungen mit unserer Verteidigungsarmee – in der auch ich meinen Wehrdienst leistete, deshalb grundsätzlich friedensorientiert und menschlich vor. Dazu sind die Gelder, die in die militärischen Maßnahmen fließen abzusenken, in zivile Hilfsmaßnahmen oder in unserem Asylrecht zu lenken und können mit unseren hervorragenden technischen und sozialen Hilfswerken den Bürgern anderer Länder helfen.

    Die Bundeswehr sollte innerhalb 2 Jahren aus Afghanistan abgezogen werden.

Was ich noch sagen möchte:

    Die Kandidaten der großen Parteien im Landkreis kandidieren auf sicheren Listenplätzen und sind mit der Zweitstimme – also der Parteiliste – bereits gewählt. Die Anzahl der Sitze der Parteien im Bundestag entscheidet nur die Zweitstimme. Deshalb ist für die Bundestagsparteien dies die wertvolle Stimme.
    Mit der Zweitstimme bin ich nicht wählbar, da ich auf der bayerischen Liste der ÖDP nicht kandidiere. Ich kandidiere auf der Wahlkreisliste Rosenheim und werbe für die Erststimme als Personenstimme und würde als meistgewählter Direktkandidat im Bundestag Sitz und Stimme erhalten.




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: