Gebirgsjäger als Kriegsverbrecher ?

Am 11. August wird die Strafkammer des Landgerichtes München I gegen den ehemaligen Gebirgsjäger, Josef Eduard Scheungraber aus Ottobrunn sprechen. Die Staatsanwaltschaft hat dem Angeklagten das am 27. Juni 1944 in der toskanischen Ortschaft Falzano di Cortona verübte Massaker zur Last gelegt, bei dem nach der Tötung zweier Wehrmachtssoldaten auf seinen Befehl als „Vergeltungsschlag“ 14 italienische ZivilistInnen ermordet worden sind. Wegen des Massakers in Falzano di Cortona wurden Scheunengraber 2006 in Italien zu lebenslänglicher Haft verurteilt, jedoch nie ausgeliefert.
Staatsanwaltschaft und die anwaltliche Vertretung der NebenklägerInnen (Hinterbliebnene und Nachkommen der Ermordeten) aus Falzano haben nun auch in dem Münchnen Prozess auf schuldig plädiert, die Verteidigung hat Freispruch beantragt.

Die Süddeutsche Zeitung und das Magazin Hinterland (S.66) berichtete übrigens, dass sich vor dem Prozess, als Zeugen geladene ehemalige Gebirgsjäger am 4.12.2006 in die Gaststätte Stocker in Rohrdorf verabreden.

Auf der Seite der Initiative „Keine Ruhe“ gibt es weitere Hintergrund Infos zu dem Prozess und laut indymedia soll am Dienstag, den 11. August 2009 ab 8.00 Uhr vor dem Landgericht München I im Justizzentrum in der Nymphenburger Straße 16. (U-Bahn-Haltestelle Stiglmaierplatz) eine antifaschistische Kundgebung anlässlich der Urteilsverkündung geben.


1 Antwort auf „Gebirgsjäger als Kriegsverbrecher ?“


  1. 1 Gebirgsjäger wegen Kriegsverbrechen verurteilt. « Brannenburg aktuell Pingback am 11. August 2009 um 18:22 Uhr
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