Das ovb und die Nachrichtenregeln

Heute erschien auch im ovb ein Artikel zum Tag der offen Tür an der Brannenburger Kaserne. Der Artikel wirkt wie eine Bundeswehrpropagandatext. „Je näher der Tag des Abschieds von den Brannenburger Gebirgspionieren kommt, um so mehr fühlt sich offenbar die Bevölkerung mit den Soldaten verbunden,“ so der Leitsatz des Artikels. Wie der Autor auf diese Aussage kommt ist völlig unklar und unbelegt. Von journalistischen Nachrichtenregeln ,welche die Trennung von Nachricht und Kommentar beinhalten, hat der Verfasser entweder noch nichts gehört oder er bricht sie bewusst. „Ein Kompliment darf den Organisatoren vorweg gemacht werden, denn sie haben es abermals verstanden ihre Darbietungen so zu gestalten, um das vielschichtige Interesse der Besucher, ob jung oder alt, zu wecken.“ ist nur ein Beleg für die tendenziöse und unsachliche Berichterstattung. Dies ist jedoch nicht der erste „Propagandaartikel“ des „Journalisten“ Werner Krämer. In der Pfingstausgabe des ovb schrieb Krämer z.B. einen geschichtsrevisionistischen Artikel unter dem Titel „Stadt mit Panzern und Haubitzen befreit“, in welchem er die rechtsextremen Freikorpskämpfer glorifizierte. Kein Wort fand sich über die antidemokratische und Antisemitische Ausrichtung der Freikorps. Selbst die Tatsache, dass das Freikorps Chiemgau als Kampfeinheit des Freicorps Epp (Der millitante Antisemit Franz Ritter von Epp war als NSDAP-Politiker von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in Bayern) geführt wurde fand keine Erwähnung. Stattdessen nur Hetze gegen die Rätedemokratie welche als „Terrorherrschaft“ bezeichnet wurde. Der Vorsitzende der GEW Rosenheim hat übrigens einen Leserbrief an das ovb gesandt, in welchem er zahlreiche der Falschbehauptungen in Krämers Artikel berichtigt. Der Leserbrief wurde unseres Wissens nach nie abgedruckt.





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