Archiv für Juli 2009

WM Verbot für Bender, Radrennen in Brannenburg …

Wilkommen zu einer erneuten Ausgabe der Brannenburger Sportschau.

Triathlon
Am So 26. Juli 2009 organisierte die Triathlonabteilung des TSV Brannenburg einen „Internationalen Kinder & Jugend Triathlon“ für alle triathlonbegeisterten Kinder und Jugendliche. Unter dem Titel t „Brückmann und Erhardt siegen überlegen“ ist nun in der Rosenheimer Nachrichten http://www.rosenheimer-nachrichten.de/zet_report_176_45340.html ein Bericht zu der Veranstaltung erschienen. Die kompleten Ergebnisse des Triathlons sind unter www.brannenburgtriathlon.de abrufbar.

WM-Verbot für Lars Bender
Vom 25. September bis 16. Oktober findet die U20-Fußball WM in Ägypten statt, und das aus Brannenburg stammende Nachwuchstalent Lars Bender (TSV 1860 München) sollte dort mitspielen. Nach einen Bericht der Abendzeitung , sperrte der Löwen-Trainer Ewald Lienen für die Nationalmanschaft, da er von 1860 gebraucht wird. Der Coach wird von der AZ wiefolgt zitiert: „Unser Ziel ist es nicht, dass wir U20-Weltmeister werden. Wir haben hier ein anderes Ziel.“ Den Aufstieg in die Bundesliga.

Radsport
Am kommenden Sonntag, 02.08.2009, findet in Brannenburg wieder ein großes Sportevent statt.Am Oberen Sudelfeld werden die bayerischen Meistertitel im Bergfahren vergeben. Der Massenstart , des vom Radsportverein Rosenheim veranstaltet Bergrennen, ist die Mautstelle Brannenburg. Die Hobbysportler beginnen bereits um 9:00 Uhr, der Höhepunkt des Tages, das Rennen der Profis und Amateure, startet um 10:15 Uhr. Ein ausfühlicher Bericht unter der überschrift „ Titelkämpfe am Sudelfeld“ erschien heute im Radsport-forum

öffentliches Gelöbnis – oder werben fürs sterben

Am Donnerstagnachmittag (30.07.2009) soll auf dem Münchner Marienplatz ein Öffentliches Rekrutengelöbnis der Bundeswehr stattfinden. Für das „Münchner Bündnis gegen Krieg und Rassismus“ und andere linke Gruppen stellt das Vorhaben einen „weiteren Schritt zur Militarisierung öffentlicher Räume“ dar. Die „Zurschaustellung des militärischen Gewaltapparates in der ‚Guten Stube‘ Münchens“, so die Antikriegs-Aktivist_innen, „soll die Öffentlichkeit daran gewöhnen, dass die Bundeswehr und ihre weltweiten Kriegseinsätze alltäglich sind, und damit ’salonfähig‘ werden.“ Die Antimilitarist_innen kritisieren insbesondere, dass die Bundeswehr ihre Neuausrichtung immer aggressiver in der Öffentlichkeit bewirbt. Das Militär habe „in Schulen, in Arbeitsagenturen oder auf dem Marienplatz so wenig zu suchen wie in Afghanistan oder am Horn von Afrika“, heißt es in dem Aufruf. Auch autonome Antimilitarist_innen kritisieren in dem Aufruf „Bundeswehr wegtreten! Gelöbnis stören und verhindern!“ , dass „Veranstaltungen wie das Bundeswehrgelöbnis am 30. Juli in München dienen dazu, die Präsenz des Militärs Alltag und im öffentlichen Raum zu Normalisieren und Akzeptanz und Loyalität für mörderische Kriege zu schaffen.“ und ziehen daraus die Konsequenz „Nicht allein aus Gründen des guten Geschmacks werden wir diese militaristische Inszenierung angreifen.“.
Plakat für das gelöbnix in München
Öffentliche Gelöbnisse werden jedoch nicht nur von Friedensgruppen und autonomen Antimilitarist_innen kritisiert, laut der Abendzeitung vom Donnerstag kritisieren auch Soldaten wie der Oberstleutnant Jürgen Rose das öffentliche Gelöbnis. Die Grünen, eine ehemals pazifistische Partei welche sich aber radikal gewandelt hat und den ersten deutschen Angriffskrieg seit Ende des II Weltkrieges unterstützt hat, sind gespalten. Siegfried Benker (Vorsitzender der Grünen Münchner Stadtratsfraktion) erklärt in einem Interview mit der Jungen Welt, warum er sich an den Protestaktionen gegen das Gelöbnis beteiligen, während ein Teilseiner Stadtratskollegen am Empfang für die Bundeswehrsoldaten im Alten Rathaussaal teilnimmt. Eindeutig ist auch die Position der Gewerkschaft ver.di, diese plant eine Kundgebung in der Nähe des Gelöbnisses und will dort auch ein ein langes Transparent mit der Aufschrift „Jubel über militärische Schauspiele ist eine Reklame für den nächsten Krieg. Kurt Tucholsky, 1927″ präsentieren Neben einem offenen Brief , einer Postkartenaktion haben die Gewerkschafter_innen auch Stellungnahmen von teils prominenten Persönlichkeiten gegen das Bundeswehr-Gelöbnis gesammelt.

Wenn die Bundeswehr in größeren Städten Gelöbnisse durchführt kommt es wie in München regelmäßig zu Protesten, egal ob in Berlin oder Nürnberg. In Ländlichen Regionen wie bei uns kommt es jedoch sogut wie nie zu Protesten gegen solche Gelöbnisse. Die Gemeinde Brannenburg bewirbt sogar das Gelöbnis am 12.11.09 ganz offen.

Fremdgelesen: Kleiner Berg mit viel Magie

„Die Biber ist mit ihrer relativ geringen Höhe für reine Bergwanderer eigentlich nicht der Rede wert. Trotzdem hat dieser kleine Berg so einiges zu bieten.“ so beginnt ein Artikel welcher gestern unter der Überschrift „Kleiner Berg mit viel Magie“ in den Rosenheimer Nachrichten veröffentlicht wurde.

Der Bericht ist unserer Meinung durchaus lesenswert. Anzumerken sein evtl. noch das der Biber auch zum Bouldern (eine Klettersportart) sehr beliebt war, ehe der Eingang 2008 zugemauert wurde Wer mehr über die Geschichte zum Steinbruch (inc. Alter Bilder) wissen möchte findet auf der Seite von Steinbruch Huber weitere Infos.

Und wer noch nie beim Biber war, findet HIER eine Beschreibung für einen ca. 40. Min Wanderung.

Flieger grüß mir die Sonne

Seit 58 Jahren gibt es Flugsportverein (FSV) Rosenheim und in diesem Jahr wird deren Flugplatz in Brannenburg volljährig.
Nachdem im August 1990 der Flintsbach Flugplatz für den den Windenflugbetrieb gesperrt wurde fand der FSV in Brannenburg Ersatz und im Frühjahr 1991 konnte der Flugbetrieb in Brannenburg aufgenommen werden, zunächst probeweise, bis ein Jahr später das Luftamt Südbayern die endgültige Platzzulassung erteilte. Seitdem kreisen die in Brannenburg gestarteten motorlosen Flieger regelmäßig im Inntal und brauchen zum Fliegen auch keinen Wind wie der Deutscher Aero Club schreibt: „Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht. Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn. Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um – solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muss. Moderne Segelflugzeuge erreichen spielend 250 km/h. Der Höhenweltrekord liegt bei 14.000 Metern, die weiteste geflogene Strecke bei 2050 km.“
Für die Rosenheimer Segelflieger ist die Sportart nichts für Einzelkämpfer, sondern ein Teamsport, auf ihrer Homepage schreiben sie: „Segelfliegen ist ein Gemeinschaftssport, bei dem viele Hände helfen müssen, damit jeder mal an die Reihe kommt. Wer für eine Stunde am Flugplatz auftaucht, um “mal eben” zu fliegen, ist bei uns fehl am Platz. Wer aber fliegt bei uns?Leute aus allen Berufs- und Altersschichten, die Spaß an diesem Sport gefunden haben und bereit sind, Zeit und Engagement mitzubringen.“ Wie andere Fliegerclubs auch hat der FSV mit Problemen zu kämpfen. „ mangelnder Nachwuchs, stagnierende Mitgliederzahlen und Überalterung. Es fordert besondere Anstrengungen der Funktionsträger, aber der Verein lebt! Er hat eine funktionierende Werkstatt für Gemischt- und Verbundbauweise, die praktische Ausbildung ist gesichert, es wird weiterhin Theorieunterricht erteilt. 2 Motorsegler und 5 Segelflugzeuge stehen zur Verfügung.“ heißt es auf der Homepage des FSV.
Wer Interesse hat, kann ja Vom 1.bis 16. August, während des traditionellen Sommerferienfliegens, in Brannenburg bei den Segelfliegern vorbei schauen. Evtl wird ja eine neue Leidenschaft entdeckt.. Für den Schnupperkurs (pro Tag 20,- Euro) ist jedoch (aus versicherungstechnischen Gründen) eine vorherige Anmeldung nötig. Für Mindestalter (ab 14 Jahre möglich) ist jedoch die Einwilligung der Erziehungsberechtigten erforderlich. Eine Anmeldung ist beim Flugsportverein (FSV) Rosenheim unter Telefon 08034/4845 oder 08031/71098.möglich.

Eindrücke von einem Segelflug über Brannenburg könnt ihr u.a. auch bei folgendem Video bekommen :


Segelflug über Brannenburg – MyVideo

Umstrittener Kameradenkreis in Kaserne

„Es ist ein Denkmal, an dem sich die Geister scheiden: das Ehrenmal der Gebirgstruppe auf dem Hohen Brendten bei Mittenwald. Jedes Jahr zu Pfingsten veranstaltet dort der Verein „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ eine Gedenkfeier. Kritiker sehen darin eine „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern“.“ schreibt 3sat auf seiner Homepage Mit dem Text wurde der Fernsehbericht „Das Schandmal von Mittenwald“ angekündigt. Der Bericht welcher sich sowohl mit den dem umstrittenen Kameradenkreis, als auch mit den Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger auseinandersetzt wurde am Freitag 10.07.09, also einen Tag vor dem Tag der offenen Tür ausgestrahlt.

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Die Brannenburger Bundeswehrführung arbeitet offenbar trotz der zweifelhafte Aktivitäten des umstrittene Vereins mit dem Kameradenkreis zusammen. Am Samstag den 11.07. konnte sich der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ auf jeden Fall mit einem Infostand in der
Karfreit-Kaserne präsentieren.

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Termine

Einige Terminhinweise für die Woche

am Mittwoch 15.07.2009 werdend in der Wendelsteinhalle Kinofilme gezeigt:

um 16:00 Uhr Prinzessin Lillifee
um 18:00 Nachts im Museum
Eintritt 4,-
Info und Kartenreservierung: 0178-8160730

am Donnerstag, 16. Juli bietet die Touristinfo eine sechs bis sieben stündige geführte Wanderung zum Riesenkopf und den Astenhöfen. Treffpunkt der Wandergruppe ist um 9 Uhr bei Tourist-Information. Es ist eine Anmeldung ( Telefon 0-80-34/45-15.) bis einen Tag vor der Tour erforderlich.

Am Freitag, 17.07 gibt die Die Musikkapelle Brannenburg ein Standkonzert.
Ort: Musikpavillon am Kirchplatz Beginn: 20 Uhr. Weitere Termine: bis 25.09 jeden Freitag
Weitere Infos: http://www.musikkapelle-brannenburg.de/

Noch bis Sa. 18.07 sind im Weltladen Brannenburg, die sog. „ Korbwochen“. Der Weltladen der Weltladen bietet in den „Korbwochen“fair gehandelte Körbe und Taschen in verschiedenen Ausführungen aus besonderen Materialien, wie zum Beispiel Palmblatt, Gras, Seide oder Filz, zu extra günstigen Preisen an. Anlass für die „Korbwochen“ sind die feierlichkeite zum 5 jährigen bestehen des neuen Ladenlokals in der Wendelsteinstraße 7 .
Die Öffnungszeiten (auch ausserhalb der Korbwochen) des Ladens sind: Di. – Sa. 9 -12 Uhr, und Di. Do. Fr. 14.30 – 18 Uhr
Korbwochen
weitere Infos gibt es auf: http://www.weltladen-rosenheim-brannenburg.de

ständig aktuelle Termine gibt es auf
http://www.brannenburg.de/tourismus-freizeit/veranstaltungen.html

Das ovb und die Nachrichtenregeln

Heute erschien auch im ovb ein Artikel zum Tag der offen Tür an der Brannenburger Kaserne. Der Artikel wirkt wie eine Bundeswehrpropagandatext. „Je näher der Tag des Abschieds von den Brannenburger Gebirgspionieren kommt, um so mehr fühlt sich offenbar die Bevölkerung mit den Soldaten verbunden,“ so der Leitsatz des Artikels. Wie der Autor auf diese Aussage kommt ist völlig unklar und unbelegt. Von journalistischen Nachrichtenregeln ,welche die Trennung von Nachricht und Kommentar beinhalten, hat der Verfasser entweder noch nichts gehört oder er bricht sie bewusst. „Ein Kompliment darf den Organisatoren vorweg gemacht werden, denn sie haben es abermals verstanden ihre Darbietungen so zu gestalten, um das vielschichtige Interesse der Besucher, ob jung oder alt, zu wecken.“ ist nur ein Beleg für die tendenziöse und unsachliche Berichterstattung. Dies ist jedoch nicht der erste „Propagandaartikel“ des „Journalisten“ Werner Krämer. In der Pfingstausgabe des ovb schrieb Krämer z.B. einen geschichtsrevisionistischen Artikel unter dem Titel „Stadt mit Panzern und Haubitzen befreit“, in welchem er die rechtsextremen Freikorpskämpfer glorifizierte. Kein Wort fand sich über die antidemokratische und Antisemitische Ausrichtung der Freikorps. Selbst die Tatsache, dass das Freikorps Chiemgau als Kampfeinheit des Freicorps Epp (Der millitante Antisemit Franz Ritter von Epp war als NSDAP-Politiker von 1933 bis 1945 Reichsstatthalter in Bayern) geführt wurde fand keine Erwähnung. Stattdessen nur Hetze gegen die Rätedemokratie welche als „Terrorherrschaft“ bezeichnet wurde. Der Vorsitzende der GEW Rosenheim hat übrigens einen Leserbrief an das ovb gesandt, in welchem er zahlreiche der Falschbehauptungen in Krämers Artikel berichtigt. Der Leserbrief wurde unseres Wissens nach nie abgedruckt.

Brannenburger Sportschau

Fußball
Die Fußballprofis Lars und Sven Bender könnten die evtl derzeit bekanntesten Söhne Brannenburgs sein. Der 21 jährige Sven wechselte diesen Sommer von 1860 zu Borussia Dortmund. Gestern veröffentlichte „Kirsche“– Das Magazin für Freunde des Fußballs und seiner Kultur ein Interview mit dem Ex Löwen. Sein Zwillingsbruder Lars wird im Sommer 2010 von Sechzig zu Bayer 04 Leverkusen wechseln.

Radsport
Am 2. August, veranstaltet der RSV Rosenheim die bayerische und oberbayerische Bergmeisterschaft am Sudelfeld. Bei dem Rennen welches laut radsport-forum.de in fünf Kategorien ausgetragen wird sind auf den 14 Kilometern 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Eine solche Steigung ist auf asphaltierten Straßen in Bayern scheinbar einmalig und gerade deshalb bestens für eine Bergmeisterschaft geeignet. Der Start ist an der Mautstation in Brannenburg und Ziel am 1400 Meter hoch gelegenen Oberen Sudelfeld.

Nachwuchs Triathlon
Aus dem Mitteilungsblatt der Gemeinde Brannenburg war zu erfahren, dass die Triathlonabteilung des TSV Brannenburg am Sonntag, den 26. Juli 2009, einen „Internationalen Kinder & Jugend Triathlon“ für alle triathlonbegeisterten Kinder und Jugendliche veranstaltet.
Stattfinden wird die Veranstaltung im Freibadgelände Flintsbach. Start der ersten Altersgruppe ist um 10.30 Uhr. Nähere Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www. brannenburgtriathlon.de.

Fremdgelesen

An dieser Stelle möchten wir auf einige Artikel in der Lokalpresse zu Brannenburg hinweisen. Auf dem Internetportal rosenheim24 findet sich unter der Überschrift „Die Gebirgspioniere laden ein – und alle kommen“ ein einseitiger, völlig unkritischer Bericht (incl. Video) zu dem Tag der offen Tür bei den Gebirgspionieren. Bereits gestern räumte das ovb dem Brigadegeneral Wolfgang Krippl eine ganze Seite Platz für seinen Artikel “Es war ein ganz besonderer Pionierstandort“ ein. Natürlich war auch hier kein kritisches Wort zum Thema Militarisierung zu finden.

Soviel zum Thema ausgewogene Berichterstattung in den Lokalmedien.

Extrem rechte Accessoire in Brannenburger Kaserne

Heute fand in Brannenburg der wohl letzte Tag der offenen Türe an der Karfreit-Kaserne statt. Ein ausführlicher Bericht zu diesem Ereignis folgt in den nächsten Tagen, vorab nur ein Kurzbericht.
Während über ein Verbot von Computerballerspielen nachgedacht wird, konnten in Brannenburg Kinder mit echten Waffen spielen. Zum Teil äußerst zweifelhafte Organisationen, wie z.B. der „Kameradenkreis der Gebirgstruppe“ welcher von Kritikern als „Selbsthilfegruppe von Kriegsverbrechern“ bezeichnet wurde, durften Infostände aufbauen. Händler verkauften ausserdem Accessoires welche auf eine rechte Zielgruppe abgestimmt sein dürfte. Neben Feuerzeugen mit dem Bild eines Wehrmachtssoldaten und der Aufschrift „Landser“ gab es auch Artikel mit der Aufschrift „klagt nicht kämpft“. Diese Durchhalteparole der Nazis war auch der Leitspruch der Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg. T-Shirts mit diesem Aufdruck sind heute bei Neonazis sehr beliebt und werden auch hauptsächlich über neonazistische Versände vertrieben.

T-Shirt im Angebot eines Neonaziversandes – Verkaufsstand in der Brannenburger Kasserne:

aus Nazishop

Kontakt

Kontakt zu der Redaktion von Brannenburg aktuell könnt ihr per Mail aufnehmen:
brannenburg.blogsport.de(at)web.de

Über Zuschriften, Artikelvorschläge, Pressemitteilungen und Fanpost freuen wir uns.

Leser_innenbriefe bitte als Kommentare posten.

Kriegspropaganda als Abschiedsshow?

Noch ist die Branneburger Karfreitkaserne, Sitz des Gebirgspionierbataillons 8. Der Standort wird jedoch im Zuge der Bundeswehrreform bis 2010 aufgelöst und das Gebirgspionierbataillon nach Ingolstadt verlegt. Drei Jahrelang hat der Bund dort an der Kaserne gebaut und dafür 130 Milionen Euro ausgegeben (Quelle: Augsburger Allgemeine) Für die Entscheidung zugunsten von Ingolstadt soll u.a. Horst Seehofer, welcher damals noch Bundestagsabgeordneter für Ingolstadt war, einer der bedeutenden Strippenzieher gewesen sein.

Wer die von den Nazis erbaute Kaserne noch einmal von innen sehen will, ehe die Soldaten abziehen hat am kommenden Samstag (11.07.09) noch einmal Gelegenheit. Unter dem Motto „mia sogń pfiad‘ eich!“laden Die Gebirgspioniere laden zu einem letzten Tag der offenen Tür. Offizielle Begrüßung durch den Bataillonskommandeur Herrn Oberstleutnant Gumprich wird um 9:15 Uhr sein. Laut Ankündigung der Bundeswehr sollen mit „Vorführungen aus Einsatz & Ausbildung, Fähigkeitsprofil der Pioniere, Ausstellungen, Vorträgen, Biergarten, Kinderprogramm und vieles mehr.“ Besucher_innen angelockt werden. Bilder von Tag der offenen Tür.2006 gibt es übrigens HIER
Antimilitarist_innen aus München kritisieren solche öffentliche Auftritte der Bundeswehr (wie Gelöbnisse oder auch den Tage der offenen Tür) als „Werben füs Sterben“ . Auch für die Informationsstelle Militarisierung (imi) ist ein solches öffentliches Auftreten ein „Kampf an der Heimatfront“ 2009 veröffentlichte die imi eine Studie welche sich näher mit dem „ Kampf um die „Hearts & Minds“ der deutschen Bevölkerung und um neue RekrutInnen für weltweite Militärinterventionen “ befasst. Wörtlich heißt es unter dem Punkt Bundeswehr auf Nachwuchs und Stimmungsfang: „ Die Bundeswehr zeichnet sich bei ihren Reklameeinsätzen vor allem durch ihr unverschämtes Verhalten aus. Absichtlich werden Minderjährige umworben und ihnen ein unkritisches Bild von der Armee präsentiert. Über Sport- und Abenteuerveranstaltungen werden die jungen Menschen für die Bundeswehr begeistert, um später an der Waffe zu dienen. Währenddessen wird auch bei älteren Menschen um Sympathien geworben. Nicht nur in Afghanistan tobt der Kampf um die „hearts & minds“
der Bevölkerung – wie es im Militärjargon heißt“
(Seite 5).

Als die Bundeswehr vor wenigen Wochen in Rosenheim an einer Berufsschule eine Werbeaktion durchführte kam es auch dort zu Protesten (Berichte bei indymedia, RFO, ovb). Für den Tag der offenen Türe sind laut der Homepage des Rosenheimer Friedensbündnis jedoch keine Protestaktionen geplant.

Kinder Ferienprogramm

Auch 2009 gibt es wieder ein gemeinsame Ferienprogramm der drei Inntalgemeinden Brannenburg, Flintsbach a. Inn und Nussdorf a. Inn . Mit 139 angebotenen Veranstaltungen wurde dieses jahre ein neuer Rekord erreicht.
Das Ferienprogramm als pdf Datei gibt es hier.
Zu beachten ist, dass laut ovb der Anmeldeschluss für das Kinderferienprogramm am kommenden Freitag, 10. Juli, um 11 Uhr ist.
Anmeldung und weitere Infos gibt es bei der
Tourist-Information Brannenburg, Rosenheimer Str. 5, Telefon: 4515, Fax: 9581
Montag – Freitag 9.00 Uhr – 12.00 Uhr und 14.00 Uhr – 17.00 Uhr Samstag 9.00 Uhr – 12.00 Uhr.

das ver.di haus in Brannenburg wurde 95

Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg (ehem. Postgewerkschaft) feiert Ende Mai seinen 95. Geburtstag. Nachträglich gratuliert auch „Brannenburg aktuell“ und verweist auf Bericht in der Lokalpresse welche über die Geschichte des gewerkschaftlichen Bildungszentrum berichten:

Echo: Seit 95 Jahren auf der Höhe des Wissens


Rosenheimer Nachrichten: „Erhaltet dieses Haus”

Bilder zum Festabend zu 95 Jahre Haus Brannenburg und eine Zeittafel gibt es HIER

Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, das im Haus Brannenburg nicht nur gewerkschaftliche Fortbildungen stattfinden, sondern auch Seminare von allgemeinen gesellschaftlichen Interesse.
„Wie kommt der Hunger in die Welt? -Die globale Ernährungssituation“ und „Die Klimarevolution – Ökologische und ökonomische Aspekte der globalen Energieversorgung“ sind zwei interessant klingende Titel von Seminaren welche in der Bildungseinrichtung stattfinden und noch nicht ausgebucht sind.

die Homepgae des Bildungszentrum lautet übrigens: http://www.haus-brannenburg.de

Fremdgelesen: Die Karfreitkaserne

Die Zeitschrift „Pressewoche“ hatte eine Artikelserie „Militärbauten im Nationalsozialismus – Die Nazi-Hinterlassenschaften“ Im Teil IV dieser Serie beschäftigt sich Max Schreiber mit dem Brannenburger Nazibau, der Karfreitkaserne. Auch wenn der Artikel zum Teil sehr unkritisch mit dem Thema Militarismus umgeht und einige sehr fragwürdige Stellen hat (nicht Nazideutschlands Kriegsvorbereitungen für den Weltkrieg, sondern eine angebliche Furcht vor einen Vormarsch italienischer Truppen in das Inntal, seien der Grund für den Kasernenbau; keine Auseinandersetzung mit dem Namen Karfreitkaserne) möchten wir auf unserem blog, auf diesen Artikel hinweisen:

http://www.pressewoche.de/furorum-geschichte.article/101158.html

Himalaja am Breitenberg

Der Himalaja ist ein Gebirgssystem in Asien, nördlich des indischen Subkontinents und südlich des Tibetischen Hochlands. Das höchste Gebirge unseres Planeten wird nicht nur von einem Netz wichtiger Wasserscheiden überzogen, sondern ist auch eine der deutlichsten und stabilsten Kulturscheiden der Welt. Schon immer hat es dafür gesorgt, dass Indien sich erstaunlich ungestört von außen entwickeln konnte. Weil er sich dem Monsun entgegenstellt und ihn zum Abregnen zwingt, erzeugt der Himalaya darüber hinaus vor allem im nordöstlichen Indien das für die dortigen Lebensverhältnisse so entscheidende jährlich wiederkehrende einzigartige Regenhoch.
Über die Mensche, die rund um die 14 Achttausendern leben gibt es nun auf der Breitenberghütte (bei Brannenburg) eine Fotoausstellung. Die Fotos von Enst Steiner zeigen Menschen aus verschiedenen Regionen des Himalajas zeigt, so zum Beispiel aus Nepal, Bhutan und Ladakh. Menschen welche, geprägt in Jahrtausenden von Naturgewalten, in Kargheit leben.
Der Fotograph Ernst Steiner führte seit 1985 als Reiseleiter zahlreiche Reisen und Trekkingtouren durch fast alle Regionen des Himalajas begleitete. Die Kamera war dabei sein unverzichtbarer Begleiter und dem entsprechend ist seine Ausbeute an Photos. Der in Rosenheim lebende Photograh ist normal für Analoge Panoramafotografie bekann, im „Verlag Edition Panorama“ erschienen mehrere Bücher und Kalender von ihm (z.B. India Panorama, Kashmir & Ladakh Panorama, Nepal Panorama ), doch auch seine Menschenbilder wissen zu überzeugen.
Die Ausstellung ist noch bis September in der Breitenberghütte der Rosenheimer Naturfreunde zusehen (Ruhetage: Montag und Dienstag). Diese ist in einem leichten ca. einstündigen Fußmarsch von St. Margareten bei Brannenburg zu erreichen.

update: Das Naturfreundehaus «Breitenberghütte» ist vom 1. bis 28. Juli wegen Sanierungsmaßnahmen geschlossen. [Danke für den Hinweis]

Es ist angerichtet: Tafel bald auch in Brannenburg!

„In Deutschland gibt es Lebensmittel im Überfluss, und dennoch haben nicht alle Menschen ihr täglich Brot. Die Tafeln bemühen sich um einen Ausgleich: Sie sammeln „überschüssige“, aber qualitativ einwandfreie Lebensmittel, und geben diese an Bedürftige weiter“ so schreibt der Bundesverband Deutsche Tafel e.V. auf seiner Homepage. In Deutschland gibt es derzeit rund 800 solcher gemeinnützige Vereine Ihr Ziel ist, überschüssige aber verzehrfähige Lebensmittel im Handel und bei Herstellern einzusammeln und diese unentgeltlich oder zu einem symbolischen Betrag an bedürftige Menschen weiterzugeben. Ab voraussichtlich Ende Juli soll es nun, auf Initiative von Pfarrer Bernhard Bielasik und Benno Steinbrecher, auch in Brannenburg eine sog. Tafel geben. Ausgabetag soll der Mittwoch sein. Um an der Brannenburger Tafel Lebensmittel zu erhalten, muss mensch sich einen Nachweis der Bedürftigkeit im Pfarrbüro, Kirchenstr. 26, ausstellen lassen. Nachweis sind der Leistungsbescheid für ALG II oder die Grundsicherung, sowie andere Unterlagen, die kennzeichnen, dass eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschritten wird. Die Brannenburger Tafel würde sich nach Angaben des ovb über Unterstützung von Spenderfirmen und ehrenamtliche Helfer_innen freuen. (Kontakt Zur Brannenburger Tafel: http://www.pv-degerndorf-brannenburg.de)
Die „Tafelbewegung“ wird jedoch auch von vielen kritisiert, das Spektrum der Kritiker_innen reicht dabei von Sozialisten bis zur Caritas. Hauptkritikpunkt ist dabei, dass die Tafeln zwar versuchen die Armut zu lindern, nicht aber ihre Ursachen zu bekämpfen

Allgemeine Infos zu den Tafel gibt es auf: http://www.tafel.de.. Einen Artikel zur Kritik an der Verselbständigung der Tafel-Bewegung gibt es bei Telepolis




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