Ein Denkmal für Mittenwald!

infogruppe: „Geschichtliche Auseinandersetzung auch für Brannenburg erforderlich“

Rosenheim/Brannenburg/Mittenwald. Am vergangenen Samstag wurde der Gemeinde Mittenwald ein Denkmal für die Opfer der
Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg gestiftet. An der Feierlichkeit nahmen über 200 Menschen aus verschieden Ländern teil, darunter auch ein Dutzend Rosenheimer Antifaschist_innen.
Das Denkmal stellt die Trauer über die unzähligen Toten des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges in den Mittelpunkt. In der
Glasvitrine auf der massiven Metallstele befinden sich Steine und Überbleibsel aus den Ruinen des von Gebirgsjägern am 27. Juni 1944 zerstörten italienischen Ortes Falzano di Cortona, die von der dortigen Gemeinde gestiftet wurden. Seit September vergangenen Jahres muss sich der ehemalige Offizier der Gebirgsjäger, Josef Scheungraber, für dieses Verbrechen vor dem Landgericht München verantworten.
„Auch der Gemeinde Brannenburg stünde es gut, sich mit der mörderischen Tradition der Gebirgstruppe kritisch auseinanderzusetzen,“ meint Michael Kurz, Pressesprecher der infogruppe rosenheim. Die baldige Auflösung der von den Nazis erbauten Kaserne biete die Möglichkeit einer „demokratischen und friedlichen Umwidmung der Räumlichkeiten: Für ein Informationszentrum über die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger wäre dies ein optimaler Ort,“ erklärt Kurz abschließend.

Detailierte Informationen zum Denkmal in Mittenwald können Sie der Presseinformation des AK Angreifbare Traditionspflege entnehmen:
http://keine-ruhe.org/node/125





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