Archiv für Juni 2009

Ein Denkmal für Mittenwald!

infogruppe: „Geschichtliche Auseinandersetzung auch für Brannenburg erforderlich“

Rosenheim/Brannenburg/Mittenwald. Am vergangenen Samstag wurde der Gemeinde Mittenwald ein Denkmal für die Opfer der
Gebirgsjäger im Zweiten Weltkrieg gestiftet. An der Feierlichkeit nahmen über 200 Menschen aus verschieden Ländern teil, darunter auch ein Dutzend Rosenheimer Antifaschist_innen.
Das Denkmal stellt die Trauer über die unzähligen Toten des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges in den Mittelpunkt. In der
Glasvitrine auf der massiven Metallstele befinden sich Steine und Überbleibsel aus den Ruinen des von Gebirgsjägern am 27. Juni 1944 zerstörten italienischen Ortes Falzano di Cortona, die von der dortigen Gemeinde gestiftet wurden. Seit September vergangenen Jahres muss sich der ehemalige Offizier der Gebirgsjäger, Josef Scheungraber, für dieses Verbrechen vor dem Landgericht München verantworten.
„Auch der Gemeinde Brannenburg stünde es gut, sich mit der mörderischen Tradition der Gebirgstruppe kritisch auseinanderzusetzen,“ meint Michael Kurz, Pressesprecher der infogruppe rosenheim. Die baldige Auflösung der von den Nazis erbauten Kaserne biete die Möglichkeit einer „demokratischen und friedlichen Umwidmung der Räumlichkeiten: Für ein Informationszentrum über die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger wäre dies ein optimaler Ort,“ erklärt Kurz abschließend.

Detailierte Informationen zum Denkmal in Mittenwald können Sie der Presseinformation des AK Angreifbare Traditionspflege entnehmen:
http://keine-ruhe.org/node/125

infogruppe: „Spannagel soll sich bei NS Opfern entschuldigen!“

Über die mörderische NS- Vergangenheit der Gebirgsjäger aufklären

In der Pressewoche (Nr. 70 vom 02.05.09, S.3) erschien ein Artikel unter dem Titel „Antreten zum letzten Appell“ zu der geplanten Kasernenschliessung in Brannenburg (Lkr. Rosenheim – leider noch nicht online). In diesem Artikel wird Brannenburgs zweiter Bürgermeister Robert Spannagel wie folgt zitiert: „Außerdem hat die Kaserne Tradition!“.
Dazu erklärt die infogruppe rosenheim:

Diese Tradition der Karfreitkaserne ist eine mörderische: 1935/36 von den Nazis errichtet,wurde sie ab Herbst 1936 durch die Gebirgsjäger genutzt. Dabei waren die deutschen Gebirgsjäger im II Weltkrieg an zahlreichen Kriegsverbrechen beteiligt. Historiker haben ihnen über 50 Massaker an der Zivilbevölkerung nachgewiesen. Sich auf diese Tradition zu berufen ist eine unerträglichen Verhöhnung der Opfer.
Wir empfehlen Herrn Spannagel sich in Büchern wie “Mörder unterm Edelweiß“ von Ralph Klein, Regina Mentner und Stephan Stracke (Papyrossa, 2004) oder „Blutiges Edelweiß“ von Hermann Frank Meyer (Ch. Links Verlag, Berlin, 2008) über die Geschichte der Gebirgsjäger zu informieren und fordern ihn auf sich bei den Opfern der Gebirgsjäger zu entschuldigen. Wir fordern die Gemeinde Brannenburg auf, in Teilen der zukünftige leer stehenden Kaserne ein Informationszentrum über die Kriegsverbrechen der Gebirgsjäger einzurichten.

blog geht online

Hier entsteht ein Blog über Brannenburg im Inntal. Wir werden uns u.a. mit der örtlichen Karfreit-Kaserne beschäftigen.




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